URSACHEN UND BEHANDLUNG VON PARODONTALERKRANKUNGEN

Parodontalerkrankung ist der medizinische Fachbegriff für eine Zahnfleischerkrankung. Er kann verwendet werden, um das gesamte Spektrum von Zahnfleischerkrankungen, einschließlich Gingivitis, einer milden Form dieser Erkrankung, zu beschreiben, wird jedoch am häufigsten zur Beschreibung der schwersten, zweiten Stufe einer Zahnfleischerkrankung, der Parodontitis, verwendet.

Die Parodontalerkrankung gehört zu den zehn häufigsten Krankheiten beim Menschen und sie ist die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Daher ist es wichtig, mit ihren Symptomen und ihrem Fortschreiten vertraut zu sein.

Wenn die erste Stufe einer Parodontalerkrankung, die Gingivitis, unbehandelt bleibt, kann sie sich zu einer Parodontitis, einer chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats (ein Sammelbegriff für das Gewebe, die Bänder und den Knochen, die Ihre Zähne umgeben und halten) weiterentwickeln. Wenn die Parodontitis unbehandelt bleibt, kann sie diese Strukturen erheblich beschädigen und schlussendlich zu Zahnverlust führen.

WAS SIND DIE URSACHEN EINER PARODONTALERKRANKUNG?

Ein gesunder Mund enthält über 700 verschiedene Bakterienarten, von denen die meisten harmlos sind. Die Bakterienart, die eine Parodontalerkrankung verursacht, heißt treffenderweise parodontal pathogenes Bakterium. Normalerweise verursachen diese Bakterien keine Probleme, doch unter gewissen Umständen können sie gefährlich werden. Dies geschieht, wenn der Belag aus Bakterien und Speiseresten, der auch als Plaque bekannt ist, nicht durch regelmäßiges Zähneputzen entfernt wird.

Wenn Plaque nicht entfernt wird, bildet sie einen Nährboden für die Vermehrung der parodontal pathogenen Bakterien. Diese erzeugen schädliche Nebenprodukte, die eine natürliche Entzündungsreaktion des Körpers hervorrufen und zu geschwollenem, entzündetem Zahnfleisch führen. Wenn diese Parodontalerkrankung unbehandelt bleibt, verschlimmert sie sich, da sich die Plaque zu Zahnstein verhärtet, einem groben Belag, der sich nicht allein durch Zähneputzen entfernen lässt.

Mit zunehmender Zahnsteinbildung sammelt sich mehr Plaque in Zahnwurzelrichtung an und die Entzündung kann chronisch werden. Dort, wo sich das Zahnfleisch vom Zahn beginnt zurückzuziehen, bilden sich Taschen, in denen sich schädliche Bakterien ansammeln und weiterwachsen. Diese fortschreitende Infektion kann Schäden am Kieferknochen und der die Zähne umgebenden Strukturen verursachen und schlussendlich zu Zahnverlust führen.

PARODONTITIS ERLÄUTERT

Es ist sehr wichtig, eine Parodontitis zu behandeln, damit sie sich nicht verschlimmert. Der erste Schritt ist ein Besuch bei Ihrem Zahnarzt, der die Parodontalerkrankung erkennen und die beste Behandlungsmöglichkeit vorschlagen kann.

Wenn bei Ihnen eine Parodontalerkrankung diagnostiziert wird, lohnt sich eventuell auch der Gang zu einem Parodontologen, einem Zahnarztspezialisten auf diesem Gebiet. Der Fachbereich der Parodontologie konzentriert sich ausschließlich auf Zahnfleischerkrankungen und ein Parodontologe ist hinsichtlich der Prophylaxe, Diagnose und Behandlung von Parodontitis geschult.

Es gibt eine Reihe an unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten bei Parodontitis und Ihr Zahnarzt oder Parodontologe kann erklären, welche die Richtige für Sie ist. Dazu könnte beispielsweise Folgendes gehören:

  • Ratschlag zur Verbesserung Ihrer Mundpflegeroutine – Bei ersten Symptomen einer Gingivitis kann Sie Ihr Zahnarzt dabei unterstützen, dass sich diese nicht zu einer schwereren Parodontalerkrankung entwickelt, indem er erklärt, wie Sie Ihre Zähne richtig putzen, um Plaque effektiv zu entfernen, oder wie Sie mit Zahnseide und Interdentalbüsten schwer zugängliche Bereiche reinigen. Ihr Zahnarzt empfiehlt womöglich die Verwendung einer speziellen täglichen Zahnpasta wie parodontax, die bei einer zweimal täglichen Anwendung 4x effektiver*/** bei der Entfernung von Plaqueablagerungen entlang des Zahnfleischrandes (der Bereich, an dem Zahnfleisch und Zahn aufeinandertreffen) ist als eine herkömmliche Zahnpasta, und die ein gesundes Zahnfleisch und starke Zähne unterstützt.
  • Professionelle Zahnreinigung – bei diesem auch als Zahnsteinentfernung und Politur bezeichneten Verfahren entfernt der Dentalhygieniker oder Zahnarzt Plaque und Zahnstein und poliert anschließend die Zähne, um eine Neubildung vorzubeugen.
  • Antibiotika – in sehr seltenen Fällen werden eventuell Antibiotika verschrieben, um isolierte Infektionsherde, die auf keine anderen nicht-chirurgischen Behandlungen reagieren, zu beseitigen.
  • Parodontalchirurgie – es gibt einige chirurgische Verfahren, die zur Behandlung einer Parodontalerkrankung angewendet werden. Ihr Zahnarzt hebt dabei das Zahnfleisch am Zahn an um die Plaque - und Zahnsteinbeläge an der Wurzeloberfläche zu entfernen. Anschließend wird dieser Bereich geglättet, um eine Neubildung zu verhindern. Bei einem Knochenverlust verwendet Ihr Zahnarzt eventuell ein regeneratives Material (oder Transplantat), um die betroffene Stelle zu behandeln. Nach einer chirurgischen Parodontalbehandlung empfiehlt Ihr Zahnarzt womöglich die kurzzeitige Verwendung einer antibakterielle Mundspülung, wie der Chlorhexamed FORTE 0,2% alkoholfrei, um die Anzahl an Bakterien zu verringern und eine Infektion zu verhindern.

In allen Fällen sollte Ihr Zahnarzt den Fortschritt Ihrer Parodontalerkrankung überwachen, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Behandlung bekommen, damit Ihr Zahnfleisch so gesund wie möglich bleibt.

*gilt nicht für parodontax Natürlich Weiß

**entfernt mehr Plaque als eine herkömmliche Zahnpasta nach einer professionellen Zahnreinigung und bei zweimal täglichem Zähneputzen